Berufsaussichten

Die Berufsaussichten für angehende Juristen lassen sich gar nicht pauschal beschreiben, denn zu unterschiedlich fallen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt aus. Da die meisten Absolventen rechtswissenschaftlicher Studiengänge den Beruf des Anwalts anstreben, ist es besonders da schwierig, Fuß zu fassen. Allerdings ist die Examensnote bei den Rechtswissenschaften von großem Einfluss auf die Berufschancen - was bei anderen Studiengängen so nicht der Fall ist.

Steigende Zahlen bei den Rechtsanwälten - Seit vielen Jahren ist die Anzahl der Anwälte in Deutschland steigend, und diese Tendenz hält voraussichtlich noch an. Allerdings bedeutet dies nur für die 10 - 15 % der besten Absolventen einen Vorteil, der Rest der Studierenden hat es nach wie vor schwer auf dem Arbeitsmarkt. Richter und Anwalt werden erfordert überdurchschnittlich gute Noten, da dies der Berufswunsch fast aller Studierenden der Rechtswissenschaften ist.

In der freien Wirtschaft stehen die Absolventen rechtswissenschaftlicher Studiengänge in starker Konkurrenz mit den Absolventen anderer Geisteswissenschaften. Wie bei allen Studiengängen ohne fest umrissenes Berufsbild ist es auch bei den Rechtswissenschaften so, dass Absolventen im Journalismus, in Personal- und Presseabteilungen, im Projektmanagement und als Berater aller Art tätig sein können. In diesen Feldern finden sich Absolventen nahezu aller geistes-, geschichts- und kulturwissenschaftlicher Studiengänge, was es für Juristen nicht einfacher macht, Fuß zu fassen. Eine Spezialisierung oder seltene Zusatzqualifikationen können die Suche nach einer geeigneten Anstellung in diesem Fall vereinfachen.

Wer Rechtswissenschaften als Nebenfach eines pädagogischen, sprachwissenschaftlichen oder ingenieurtechnischen Studiengangs studiert hat, dessen Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind sehr gut. Nicht viele Studierende entscheiden sich für eine solche Kombination, da sie als enorm zeit- und arbeitsaufwändig gilt und zudem als extrem exotisch anmutet. Dabei ist eine Kombination von Studienfächern mit Rechtswissenschaften im Nebenfach gar nicht so abwegig, denn in fast jedem Beruf sollten Arbeitnehmer die Rechtslage kennen - umso besser, wenn sie sich dieses Wissen per Studium angeeignet haben. Auch ein Jurastudium für das Lehramt bringt gute Berufsaussichten mit sich.