Medienrecht

Das Medienrecht lässt sich weder dem öffentlichen, noch dem privaten Recht eindeutig zuordnen. Denn es beschäftigt sich mit Belangen privater und öffentlicher Kommunikation - damit spielt sowohl in den Bereich des öffentlichen, als auch in den Bereich des privaten Rechts hinein und kann selbst vom Strafrecht nicht getrennt werden. Es liegt in der Natur des Medienrechts, dank fortschreitender und immer schnellerer Entwicklungen auf dem Gebiet der Informationstechnik niemals alle Bereiche zufriedenstellend abdecken zu können und permanenten Änderungen und Ergänzungen unterworfen zu sein.

Klassische Felder des Medienrechts beschäftigen sich mit dem Urheberrecht, dem Telekommunikations- und dem Rundfunkrecht. Medienfreiheit in Presse, Film und Rundfunk gehört zu den Einflussbereichen des Medienrechts, und in letzter Zeit sind immer mehr Regelungen hinsichtlich Multimedia und Internet hinzu gekommen. Die klassischen Felder werden der aktuellen Situation von Medien und Telekommunikation jedoch nicht mehr gerecht. Das Medienrecht kümmert sich um die Einhaltung des Jugendschutzes, um die Sicherung der Meinungsvielfalt, den Erhalt der Kommunikationsinfrastruktur, den Datenschutz und den Schutz des geistigen Eigentums. Damit stimmen die Ziele des Medienrechts zum Teil mit den Zielen des Jugendschutzgesetzes sowie mit Grundgesetz und Urheberrecht überein. Das Medienrecht arbeitet übergreifend in verschiedenen rechtlichen Bereichen.

In der Europäischen Union gibt es keine klaren Kompetenzen hinsichtlich der Zuständigkeiten für Medienrecht. Da Information und Kommunikation jedoch international sind und vor allem innerhalb Europas an Grenzen keineswegs aufhören, konnte man sich 1997 auf ein sogenanntes "Grünbuch zur Konvergenz von Telekommunikation, Medien und Informationstechnologien" einigen. Die deutschen Grundlagen des Medienrechts sind im Recht auf Meinungsfreiheit, Rezipientenfreiheit und Pressefreiheit zu finden. Dazu kommen die Kunstfreiheit und das Fernmeldegeheimnis als rechtliche Basis. Damit ist das Medienrecht in Grundzügen bereits in den Grundrechten verankert. Spezifische Bestimmungen hinsichtlich der Medien finden sich in der Medienregulierung, dem Medienzivilrecht, dem Medienwirtschaftsrecht, dem Medienarbeitsrecht und dem Medienstrafrecht.

Rechtswissenschaftler mit einer Spezialisierung im Bereich der Medien können nicht nur als Berater und Anwälte im privaten wie gewerblichen Bereich tätig werden, sondern finden im Journalismus, in den Presseabteilungen von Firmen sowie in der Öffentlichkeitsarbeit von Vereinen und gewerblichen Interessengruppen Arbeit.

Das Online Spiel World of Warcraft ist ein Rollenspiel und trägt dennoch Züge des realen Lebens. So wird ein Geschäftssinn gefragt, wenn es um Verkäufe geht und es geht nichts ohne (Spiel)Geld. Dieses wird in virtuellem Gold gerechnet und wer dies nicht ausreichend besitzt, kann auch WoW Gold kaufen . Schon für geringe Summen kann Gold erworben werden, welches auf dem Weg hin zum nächsten Level hilfreich ist und welches dafür sorgt, dass die eine oder andere Anschaffung getätigt werden kann. Spieleherstellern missfällt diese Praxis, doch aus rechtlicher Sicht ist dagegen nichts einzuwenden.